Radio: Schreckgespenst Spotify & Co.?

Mittwoch 12 Februar 2014

Die Radiomacher möchten offenbar rechtzeitig – egal wie – einen anderen Weg gehen als seinerzeit die Kinomacher, als digitale Angebote zu massiven Umsatzeinbrüchen bzw. -verschiebungen geführt hatten.

Spotify – der Name genügt, um Betreibern von UKW- und Webradio-Stationen einen Schreck einzujagen. Seit Oktober 2013 hat die Radio Marketing Service (RMS) die Webradio-Vermarktung für Spotify inklusive Audio-Ads und Bannerwerbung übernommen. Der Mediendienst kressreport hat, bereits im Oktober 2013, die Verschiebungen analysiert, die sich aus der Mandatsübernahme des Musikstreaming-Dienstes ergeben.

Radio Mischpult
Quelle: Tim Reckmann / pixelio.de
Nicht nur RMS, auch andere Radiomanager wollen laut kress mit Spotify bei der Digitalvermarktung gemeinsame Sache machen

UKW-Stationen und Webradio-Betreibern ist Spotify mit seinen mehr als 24 Mio. aktiven Nutzern in 28 Ländern ein Dorn im Auge. Sie fürchten nicht nur um die Reichweiten ihrer Sender in der analogen und digitalen Welt, sondern auch um ihre Einnahmen. Denn Spotify hat es mit seinen teilweise werbefinanzierten Angeboten ebenfalls auf die Marketingetats der Unternehmen abgesehen.

Umso erstaunlicher ist die Kooperation mit RMS. Den Geschäftsführer Florian Ruckert habe aber letztlich überzeugt, dass RMS und der gesamte Audio-Werbemarkt davon profitieren könnten, wenn sie die Entwicklung gestalteten. Sie zu blockieren habe auch schon in anderen Gattungen nicht funktioniert.


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