Jugendmagazin Spiesser gewinnt Rechtsstreit

Montag 12 September 2011

Das kostenlose Jugendmagazin Spiesser hat sich in einem Rechtsstreit gegen den Hamburger Bauer-Verlag durchgesetzt. Demnach darf die Dresdner Spiesser GmbH wieder mit der verbreiteten Auflage von 767.110 Exemplaren (IVW IV/2010) und 13.210 Auslegestellen werben. Das Gericht hob eine einstweilige Verfügung auf, die dem Spiesser die Verbreitung dieser Zahlen untersagt hatte, wenn an einzelnen Auslegestellen, in der Regel Schulen, Schüler keinen tatsächlichen Zugang zu dem Magazin erhalten.


Quelle: Spiesser GmbH
Nachdem der Bauer-Konzern nicht in Berufung geht, ist das Urteil des Landgerichts Hamburg (Az.: 315 O 186/11) rechtskräftig. Dies berichtete der Branchendienst Kontakter

Bauer, der das Teenieblatt Bravo verlegt, hielt die Werbung mit den IVW-Zahlen für wettbewerbswidrig. Der Verlag stützte dies auf die Antworten von Schulen, die er angeschrieben und um Auskunft gebeten hatte. Aus mehr als der Hälfte der Antworten gehe hervor, dass diese Schulen das Heft tatsächlich nicht auslegten.

Laut Gericht ist aber den von den Zahlen angesprochenen Werbemanagern „geläufig, dass die lückenlose tatsächliche Auslage einer Gratiszeitschrift an allen Auslagestellen in der Regel nicht umsetzbar ist“. Mit einem EV-Antrag gegen den User-Kommentar „Scheiß Bauer-Verlag!“ auf der „Spiesser“-Website scheiterte Bauer ebenfalls.


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