Radio Eins Live Schöpfung „Rudelgucken“ im Duden

Mittwoch 6 Juli 2011

Das Wort „Rudelgucken“ hat es als Alternative zu „Public Viewing“ in den Duden geschafft, gab der Leiter der Duden-Redaktion bekannt. Die Idee, einen Ersatz für den Ausdruck „Public Viewing“ zu suchen, hatte 1LIVE im Jahr 2008 anlässlich der Fußball-Europameisterschaft.


Quelle: Florian Wölwer/Pixelio
Beschrieben wird der Ausdruck „Rudelgucken“ von der Duden-Redaktion als „gemeinsames Anschauen von auf Großbildschirmen übertragenen [Sport]veranstaltungen (meist auf öffentlichen Plätzen)“

Das Wort habe laut Duden eine lockere Art und entspreche der respektlosen Sprache des Alltags. Es sei heute die bekannteste Alternative zu Public Viewing: Alle anderen Eindeutschungsversuche hätten bisher keinen messbaren Erfolg gehabt.

Der Gewinner-Vorschlag „Rudelgucken“ kam von einer Hörerin aus Alfter bei Bonn. 1LIVE benutzte das Wort in der Folge konsequent im Programm. Auch Prominente wie Campino und Bastian Pastewka äußerten ihre Sympathie für die Aktion. Der Ausdruck verbreitete sich daraufhin rapide, nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern im gesamten deutschen Sprachraum. Mittlerweile hat er eine große Fangemeinde und wird nicht nur von 1LIVE verwendet, sondern auch von vielen anderen Sendern, Zeitschriften und Zeitungen.


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