Jüngere Zuschauer mögen keine ARD-Talkshows

Donnerstag 9 Juni 2011

Nach einer Auswertung des Mediendienstes „kress“ steht vor allem die ARD kurz vor einem täglichen Talk-Overkill. Aktuelle Pläne der Anstalt könnten das vermeintliche Überalterungsproblem verschärfen. Eine Verjüngung des Programms – wie oft als Ziel verkündet – könne sich die ARD von mehr Talkshows nicht erhoffen. Eine Sonderauswertung des kress-TV-Saisonchecks habe gezeigt, dass sämtliche Talk-Formate von ARD und ZDF bei den unter 50-Jährigen unterhalb des jeweiligen Senderdurchschnitts liefen. Es drohe somit durch den Einsatz von Talkshows eine weitere Überalterung.


Quelle: WDR/Klaus Görgen
Ausgerechnet das Format, das am modernsten daherkommt, schneidet laut kress im jüngeren Publikum am schlechtesten ab: „Hart ab fair“ mit Frank Plasberg holt laut kress-Check magere 4,8 Prozent in der Zielgruppe 14-49 Jahre

Der Mediendienst kress ermittelt regelmäßig, welche Formate im Laufe der TV-Saison (Anfang September bis Ende Mai) in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen vermutlich erfolgreich sein werden und welche womöglich floppen. Ob der Mediendienst damit richtig liegt, kann aber natürlich nur der „Faktencheck“ am Ende der TV-Saison zeigen. Zudem steht bei öffentlich-rechtlichen Sendern offiziell der Programmauftrag vor der Quote.

Am besten schneidet in der Prognose mit 6,2 Prozent bei den Jüngeren noch „Anne Will“ ab, die aber sonntags mit dem „Tatort“ auch einen Traumvorlauf hat. „Menschen bei Maischberger“ bringt es dienstags auf 6,0 Prozent, „Beckmann“ montags nur auf 4,9 Prozent.


Switch to mobile version