Motel One – Design & Marketing für wenig Geld

Beitrag vom 12 September 2016

Dass Marketing nicht extrem teuer sein muss, ist eine Haupterkenntnis der Veranstaltung des Marketing Clubs Köln-Bonn Anfang September zum Marketing für Motel One. Eine wichtige Voraussetzung: Das Produkt muss wirklich gut sein, und dies ist bei dieser Hotelkette mit Hauptsitz in München offenbar der Fall.

Motel One hat sich – sozusagen still und heimlich – in eine eigene Kategorie ausdifferenziert, mit einem umfassenden Ansatz als „Budget Design“ Hotel.

Motel One MCKB
Quelle: Marketing Club Köln-Bonn e.V.
„Budget Design“ in Luxus-Atmosphäre: Dirk Schäfer, Gastgeber der Veranstaltung bei Mercedes Benz in Köln-Braunsfeld mit Axel Viehöfer, Regional Manager Motel One NRW/Benelux sowie Holger Geißler, Präsident des Marketing Clubs Köln-Bonn (v.l.n.r.)

Die Leistung von Motel One ist im Dezember 2015 entsprechend ausgezeichnet worden: Auf dem Deutschen Marketing Tag in Stuttgart erhielt das Unternehmen vor rund 1.000 Teilnehmern den Deutschen Marketing Preis. Eine 20-köpfige Fachjury entschied sich mit großer Mehrheit für die ganzheitliche Marketingleistung der europäischen „Budget Design“ Hotelkette, mit der das Unternehmen dem stark umkämpften Hotelmarkt die neue Kategorie hinzugefügt habe, so die Jury.

Motel One Egg Chair
Quelle: Marketing Club Köln-Bonn e.V. / Motel One GmbH
Europaweit haben die Hotelzimmer eine ähnliche Ausstattung mit hoher Wiedererkennung, auch das Key Visual mit Egg Chairs werden die meisten Hotelgäste kennen

Das prägnante Türkis und ein konsequent umgesetzter Markenauftritt, der in Erinnerung bleibt – diese Marketing-Hauptzutaten sind offenbar ausreichend, wenn die Gesamtqualität des Produkts stimmt.

Motel One wurde im Jahr 2000 gegründet und setzt mit geringen Marketingbudgets seither vor allem auf die Kraft von Word-of-Mouth. Statt Randlagen bevorzugt die Kette citynahe Lagen zu wettbewerbsfähigen und weitgehend konstanten Preisen mit einem zuverlässigen, vergleichsweise hohen Standard. Dies kann – trotz günstigerer Konkurrenz – Wettbewerbsvorteile schaffen.

Das Unternehmen engagiert sich nach eigenen Angaben zudem stark für die Mitarbeiterentwicklung. Das Personal arbeitet laut Motel One in flachen Hierarchien („5 Stufen bis zur Geschäftsführung“) und wird in einer eigenen Akademie regelmäßig weitergebildet. Vergleichsweise viel Spielraum gibt es auch für die Berufskleidung. Was wiederum nicht fehlen darf, ist die Farbe „türkis“, sei es etwa in Hemd, Krawatte oder Gürtel.

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Pares Nuri @ 06:00
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Folgen sichtbar: App schockt mit Raucherselfie

Beitrag vom 31 Mai 2016

Weltnichtrauchertag – und die Zahl der Raucher geht zurück, auch ohne Schockbilder auf Zigarettenpackungen. Um diesen Trend weiter auszubauen, wurde die neue Smokerface App entwickelt. Hiermit können sich Nutzer spielerisch-interaktiv und vor allem unmittelbar am eigenen Körper mit den negativen Folgen des Rauchens auseinandersetzen. Sie ist seit etwa einer Woche für Android und iPhone verfügbar.

Smokerface App
Quelle: obs/Aufklärung gegen Tabak e.V./Titus Brinker
Die neue Smokerface App schockt mit einem Raucherselfie: 1 Jahr Nichtrauchen vs. 1 Jahr 1 Päckchen/Tag

Die App transformiert dabei ein Selfie nach wissenschaftlichen Massstäben und simuliert, wie das eigene Gesicht nach 1, 3, 6, 9, 12 oder 15 Jahren aussehen könnte und wie Rauchen den Alterungsprozess beschleunigt. Die Entwicklung wurde von der Deutschen Herzstiftung und dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung gefördert.

Die App soll vor allem Jugendliche altersgerecht informieren, sagt Medizinstudent und Erfinder Titus Brinker, der sonst mit der Kampagne „Aufklärung gegen Tabak“ in Schulen unterwegs ist: „Teenies interessieren sich mehr für Selfies als für Lungenkrebs“, so der Mediziner.

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Pares Nuri @ 21:00
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Marken Award: Alpina, Rügenwalder, Popp Feinkost

Beitrag vom 31 März 2016

Die Marketing-Zeitschrift absatzwirtschaft und der Deutsche Marketingverband haben in Düsseldorf Mitte Mai den Marken-Award bei einer Gala mit rund 1.000 Gästen aus Management, Marketing, Medien und Agenturen vergeben. Die Sieger wurden von einer Jury in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren ermittelt.

Sabine Heinrich
Quelle: MEEDIA GmbH & Co.KG/Christian Augustin
Durch die Preisverleihung führte neben der Radio- und Fernsehmoderatorin Sabine Heinrich (Foto) auch Christian Thunig, Chefredakteur der absatzwirtschaft

Der Preis für das „Beste Marken-Momentum“ ging an die Wurstfabrikanten der Rügenwalder Mühle, die inzwischen auch Vegetarier und Flexitarier für sich begeistern können. Die „Beste Marken-Dehnung“ auf feine Farben gelang Alpina, den Award für den „Besten Marken-Relaunch“ erhielt Popp Feinkost für deren Modernisierung der Marke.

Das beste Markentestimonial 2015 auf Basis von ca. 42.000 Interviews war Michael Bully Herbig, der als „Werbeneuling“ direkt auf Platz 1 eingestiegen ist. Bully Herbig wurde ungestützt am besten erinnert. Die Details zu den Siegern und Finalisten sind in einer Sonderausgabe zum Marken-Award nachzulesen.

Weitere Informationen
http://www.marken-award.de

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Pares Nuri @ 06:00
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Bald: 16. Marken-Award in Düsseldorf

Beitrag vom 9 Februar 2016

Am 15. März 2016 wird in Düsseldorf zum 16. Mal der Marken-Award verliehen. Marken zeigen die Leidenschaft einer Branche, die fasziniert ist von der Erstellung, Inszenierung und Belebung von starken Marken. Marken stehen zudem oftmals für Qualitätsversprechen und bieten Orientierungspunkte im zunehmenden Produktdschungel des On- und Offline-Handels.


Quelle: Marken Award / MEEDIA GmbH & Co.KG
Impressionen vom Marken Award 2015. Vor 16 Jahren haben die Marketing-Zeitschrift absatzwirtschaft und der Deutsche Marketing-Verband (DMV) den Marken-Award für exzellente Leistungen in der Markenführung ins Leben gerufen

Gewürdigt werden herausragende Marken in diesem Jahr zum 16. Mal durch den Marken-Award, der in folgenden drei Kategorien vergeben wird:

  • Bestes Marken-Momentum
  • Bester Marken-Relaunch
  • Beste Marken-Dehnung

In jeder Kategorie werden drei Finalisten ermittelt, aus denen eine breit aufgestellte Fach-Jury die Sieger wählt. Die Preisverleihung erfolgt im festlichen Rahmen der „Night of the Brands“ am 15. März in Düsseldorf.

Weitere Informationen
www.marken-award.de

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Pares Nuri @ 06:00
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Buch: Gebrauchsanweisung für Werbeagenturen

Beitrag vom 26 Januar 2016

Werbung ist eine Branche, die früher als glamourös galt, heute aber zum Teil in einer Sinnkrise steckt. Viele Unternehmen nehmen ihre Kommunikation selbst in die Hand. Digitalisierung und neue Werbeformen weichen klassische Geschäftsmodelle auf. Im neuen Buch „Gebrauchsanweisung für Werbeagenturen“ schreibt Thomas Meichle über neue Perspektiven für den Agenturalltag und eine Branche im Umbruch.

Haufe Jan 2016
Quelle: Haufe Gruppe / Montage: Kommunikations-Blog
Zwei weitere Bücher, die für Praktiker in Werbung und Marketing spannend sein könnten: „Touch! Der Haptik-Effekt im multisensorischen Marketing“ sowie „Verpackung ist Verführung“

Nach 29 Jahren aktiver Arbeit in einer Werbeagentur skizziert Meichle die Aufgaben und Probleme, die ihm sowohl während seiner aktiven Agenturzeit als auch in der Beratung immer wieder begegnet sind. Vom Selbstverständnis des eigenen Berufsstandes über die Zusammenarbeit mit Chefs, Kollegen und Partnern, von Pitches und Provisionen und dem klassischen Werbegeschäft bis zu den Trends der Zukunft.

Informationen zum Buch
Thomas Meichle
Gebrauchsanweisung für Werbeagenturen
100 Einsichten, die Werber weiterbringen
ISBN: 978-3-648-08081-8
1. Auflage 2016, 200 Seiten, 29,95 Euro
Amazon: Blick ins Buch

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Pares Nuri @ 06:00
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Presserat: Totes Kind Dokument der Zeitgeschichte

Beitrag vom 3 Dezember 2015

Der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserats hat in seiner Sitzung von Anfang Dezember 9 öffentliche Rügen, 7 Missbilligungen und 17 Hinweise ausgesprochen. 6 Beschwerden wurden als begründet bewertet, auf eine Maßnahme wurde jedoch verzichtet, 90 Beschwerden waren nach Ansicht des Presserats unbegründet.

Unter anderem ging es um die Fotos von Flüchtlingen, die zuletzt für Diskussionen gesorgt haben. Zum einen um 19 Beschwerden zu einem toten Flüchtlingskind am Strand sowie 20 Beschwerden zur Aufnahme von toten Flüchtlingen in einem Lastwagen. Der Beschwerdeausschuss bewertete diese Aufnahmen als Dokumente der Zeitgeschichte, die Beschwerden wurden als unbegründet abgewiesen. Die Aufnahmen seien nicht unangemessen sensationell und nicht entwürdigend gewesen. Insbesondere das Bild eines toten Jungen habe vielfältige Emotionen ausgelöst und weltweite Diskussionen über Flüchtlingspolitik angestoßen.

Lampedusa
Quelle: Sara Prestianni/Noborder Network (Lampedusa, 15.05.2008)
Aus Sicht des Beschwerdeausschusses stehen die beiden aktuellen Fotos symbolisch für das Leid und die Gefahren, denen sich die Flüchtlinge auf ihrem beschwerlichen Weg nach Europa aussetzen (hier Lampedusa im Mai 2008). Die Dokumentation der schrecklichen Folgen von Kriegen, der Gefahren des Schlepperwesens und der Überfahrt nach Europa begründe ein öffentliches Interesse


Informationen vom Presserat zu weiteren Entscheidungen

Sommerrätsel mit Mordopfer
Eine Rüge erhielt der MANNHEIMER MORGEN wegen eines Verstoßes gegen die Ziffern 1 und 8 des Pressekodex. Die Zeitung hatte unter der Überschrift „Ein Spaß für Kreuz- und Querdenker“ ein Sommerrätsel veröffentlicht und darin nach der Herkunft einer jungen Frau gefragt, die ermordet und missbraucht worden war. Zudem hatte die Zeitung den Vornamen und abgekürzten Nachnamen des Opfers genannt und ihr Foto abgedruckt. Der Ausschuss beurteilte dies als Verletzung der Würde und des Persönlichkeitsschutzes des Opfers. Zugleich erkannte er eine Beschädigung des Ansehens der Presse. Zwar hatte die Zeitung den Fehler eingeräumt, eine öffentliche Entschuldung gegenüber den Lesern war aber unterblieben.

Quiz zu Strafverfahren
Wegen eines Verstoßes gegen Ziffer 1 des Kodex (Menschenwürde) wurde TV MOVIE Online gerügt, die auf ihrer Facebook-Seite ein Quiz unter dem Titel „Ex-Kinderstar wegen Ausbeutung verklagt“ veröffentlicht hatte. Zur Auswahl standen vier verschiedene ehemalige Kinderstars. Der Leser konnte raten, welcher in ein Verfahren verwickelt ist. Die Spekulation mit einer Straftat als Quiz hält der Ausschuss für eine menschenunwürdige Methode und einen schweren Verstoß gegen den Kodex.

Diskriminierung von Homosexuellen
Gegen das DELMENHORSTER KREISBLATT wurde eine Rüge wegen der Veröffentlichung eines Leserbriefs ausgesprochen. Der Verfasser hatte darin Homosexualität als „abartige Lebensform“ bezeichnet und sie in die Nähe von Straftaten gerückt. Diese Darstellung ist diskriminierend und verstößt gegen Ziffer 12 des Pressekodex. Verletzt wurde auch Richtlinie 2.6 Pressekodex, nach der bei der Veröffentlichung von Leserbriefen die publizistischen Grundsätze zu beachten sind.

Mehrfacher Mord mit Selfie
Eine schwerwiegende Verletzung der Ziffer 11 (Sensationsberichterstattung) rügte der Ausschuss in der Veröffentlichung eines Videos auf BILD Online. Gezeigt werden im Meer schwimmende Menschen, die sich an Wrackteile klammern und von einem Schiff aus nach und nach erschossen werden. Das Video war offensichtlich von den Tätern selbst erstellt worden, die nach der Tat vor der Kamera posierten. Die Schussszenen mit den getroffenen Opfern wurden zum Teil verpixelt. Eine journalistische Einordnung des Geschehens im Video findet nicht ausreichend statt. In der konkreten Veröffentlichungsform geht die Berichterstattung nach Ansicht des Ausschusses über das Informationsinteresse hinaus und dient vor allem der Befriedigung von Sensationsinteressen.

Archivfotos zu aktuellen Missständen
BILD (Berlin) und B.Z. wurden wegen eines Verstoßes gegen Ziffer 2 (Sorgfalt) gerügt. Die Publikationen hatten zur Illustration einer Berichterstattung über (angebliche) Missstände in einem Brandenburger Tierheim im Mai 2015 zumindest teilweise auf mindestens ein Jahr altes Fotomaterial von verwahrlosten Tieren zurückgegriffen. Die Fotos waren bereits in einer ähnlichen Berichterstattung über das Tierheim im April 2014 veröffentlicht worden. Einen Bericht über die aktuelle Situation mit Archivfotos zu belegen, ohne die Leser über das Alter der Fotos aufzuklären, ist nach Auffassung des Beschwerdeausschusses ein schwerer Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht.

Dreifache Schleichwerbung
Eine Rüge wegen Schleichwerbung erhielt TV HÖREN UND SEHEN. Die Zeitschrift hatte einen Artikel über Schlafprobleme veröffentlicht und dabei die Vorzüge eines bestimmten Wirkstoffs geschildert. Direkt beigestellt war dem Beitrag eine Anzeige für ein Schlafmittel, das genau diesen Wirkstoff enthält. Der Beschwerdeausschuss sah in der engen räumlichen Nähe von Anzeige und redaktionellem Beitrag die Grenze zur Schleichwerbung nach Richtlinie 7.2 des Pressekodex als überschritten an, da die Werbewirkung der Anzeige durch die positive redaktionelle Darstellung des Wirkstoffs verstärkt wird.

Ebenfalls wegen Schleichwerbung gerügt wurde die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG wegen der Veröffentlichung eines Fotos mit Unterzeile auf der Titelseite. Das Bild zeigte zwei junge Frauen mit Regenschirmen, auf die ein Stadtplan von Leipzig aufgedruckt ist, vor dem Kaufhof in Leipzig. In der Bildunterzeile hieß es, dass der Schirm u. a. bei Kaufhof für 19,99 Euro erhältlich sei. Mit der Veröffentlichung wurde die Grenze zur Schleichwerbung überschritten, da ohne redaktionelle Begründung eine einzelne Bezugsquelle hervorgehoben wurde.

Gerügt wurde auch die Zeitschrift PETRA, die in einer Beilage von der Redaktion ausgewählte „32 Sommer-Bücher“ vorgestellt hatte. Dabei wurden jedoch ausschließlich Bücher einer einzigen Verlagsgruppe präsentiert. In dieser Konzentration auf einen einzelnen Anbieter sah der Beschwerdeausschuss Schleichwerbung für dessen Produkte.

Weitere Informationen (Pressekodex)
www.presserat.de/pressekodex/pressekodex

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Pares Nuri @ 06:00
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