Metaanalyse zu Programm-Sponsoring

Beitrag vom 2 März 2010

Die genauen Wirkmechanismen von Programm-Sponsorings sind Gegenstand von Untersuchungen im Bereich der Medienwirkungsforschung. Ziel dieser Kooperationen ist es, positive Abstrahleffekte auf die eigene Marke zu erzeugen. Sämtliche Forschungsergebnisse zu Programm-Sponsoring hat der Werbezeitenvermarkter “IP Deutschland” nun in einer Metaanalyse zusammengefasst.

Die neue Studie belege, dass Sponsoring auf hohe Akzeptanz seitens der Zuschauer treffe und zeige zudem die Wirkungsvorteile, die sich aus einer crossmedialen Vernetzung ergeben würden. Für Unternehmen wie beispielsweise Sony Ericsson oder T-Mobile habe sich etwa das Sponsoring von “Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) gelohnt, da sich sowohl die ungestützte als auch gestützte Erinnerung verbessert habe.

Basis: Erwachsene 14-49 Jahre, n= 874 (Nullmessung) und n= 644 (Hauptmessung, nur DSDS-Seher) Frage: Im Folgenden sehen Sie einige Unternehmen und Marken. Welche davon sind Ihnen als Sponsor von “Deutschland sucht den Superstar” aufgefallen? (Mehrfachnennungen möglich)

Quelle: IP Deutschland GmbH / Forsa Kampagnenbegleitstudie zur DSDS-Staffel VI
Aufgrund der engen Bindung zum gesponserten Format, die letztlich die Abstrahleffekte erzeugt, sind Programm-Sponsorings bei Werbetreibenden sehr beliebt

Weitere Informationen:
Zugriff auf die Ergebnisse von über 230 IP-Studien aus den letzten zehn Jahren
www.ip-deutschland.de/studienrecherche

pnuri @ 06:30
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Fernsehen: Verbot für heimliche Aufnahmen

Beitrag vom 21 Februar 2010

Im deutschen Fernsehen ist ein deutlicher Trend zum journalistischen Handwerkszeug “versteckte Kamera” zu verzeichnen. Immer häufiger bleibt das Bild verpixelt oder Interviewpartner unerkannt. Oft jedoch ohne erkennbaren journalistischen Grund. Das Düsseldorfer Landgericht hatte in einer Einzelfallentscheidung geurteilt, das bestimmte heimliche Aufnahmen des Fernsehsenders RTL nicht erneut ausgestrahlt werden dürfen. Der Grund: Die mit versteckter Kamera gedrehten Szenen griffen in die Persönlichkeitsrechte eines hier betroffenen Arztes ein. RTL ist dagegen inzwischen erfolgreich beim Oberlandesgericht in die Berufung gegangen. Der Rechtsstreit ist beendet, wenn der Arzt keine Hauptsache-Klage einreicht.


Quelle: RTL (Moderatorin Birgit Schrowange, Sendung “Extra”)
Der Sender RTL habe das Einverständnis des Arztes nicht eingeholt und in der Folge gegen dessen Rechte am eigenen Bild und Wort verstoßen

Konkret ging es um einen Beitrag im RTL-Magazin “Extra”, das in einem Beitrag zeigen wollte, wie leicht Patienten bei Ärzten stark abhängig machende Medikamente bekommen. Der Kläger hatte Mitte vergangenen Jahres nach der Ausstrahlung eine einstweilige Verfügung erwirkt. Dagegen hatte RTL Widerspruch eingelegt und sich dabei auf die Pressefreiheit berufen. Ursprünglich hatte das Düsseldorfer Landgericht bestätigt, dass die Heimlichkeit der Berichterstattung nicht gerechtfertigt gewesen sei und der Sender andere Möglichkeiten gehabt hätte, das Thema journalistisch darzustellen. Das Oberlandesgericht hat diese Entscheidung gekippt.

In den Bereichen Politik und Wirtschaft – wo die verdeckte Recherche ein unverzichtbarer Teil investigativen Journalismus sein kann – scheint die versteckte Kamera vergleichsweise immer seltener zum Einsatz zu kommen.

pnuri @ 06:00
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Stern startet neues Mode-Heft im März

Beitrag vom 12 Februar 2010

Der “Stern” startet ab März offenbar ein neues Modemagazin, das Gruner + Jahr der Wochenzeitschrift als Supplement beilegen wird. Das bestätigte Ende vergangenen Jahres ein Verlagssprecher dem Medienmagazin “new business”. Das Heft mit dem Arbeitstitel ‘Stern Fashion’ komme erstmals am 4. März auf den Markt.


Quelle: Gruner + Jahr AG & Co KG, unverbindliche Layoutanmutung
Zunächst ist eine einzelne Ausgabe des Stern-Ablegers geplant. Über die weitere Erscheinungsweise werde noch entschieden

Der Newcomer habe eine Auflage von über 900.000 Exemplaren. Verantwortlich für das Heft seien Stern Art Director Donald Schneider und Mareile Braun, bisher Ressortleitung Style. Zum Magazinkonzept gehörten eine opulente Optik, aufwändige Shootings, aktuelle Style- und Modethemen sowie Interviews.

pnuri @ 06:00
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Budgets: Agenturen optimistischer als Pressestellen

Beitrag vom 2 Februar 2010

Die deutschen PR-Agenturen blicken in Bezug auf ihre Budgets deutlich optimistischer in die Zukunft als die Pressestellen in Unternehmen. Insgesamt freut sich die PR- und Kommunikationsbranche laut den Ergebnissen des PR-Trendmonitors über eine hohe Berufszufriedenheit – auch wenn mehrheitlich von Überstunden berichtet wird.


Quelle: PR-Trendmonitor, Oktober 2009
Nur 16 Prozent der Unternehmenspressestellen rechnen mit wachsenden Budgets. Dagegen erwarten 42 Prozent der PR-Agenturen eine Steigerung der Honorarumsätze gegenüber 2009

Mehr als die Hälfte aller Unternehmen rechnet damit, dass die Budgets im Jahr 2010 unverändert bleiben, ein Drittel geht sogar von Kürzungen aus. Diese würden vor allem in größeren Firmen stattfinden.

Weitere Ergebnisse:

  • Vier von zehn PR-Verantwortlichen in Unternehmen spüren eine mittelmäßige oder noch schlechtere Akzeptanz ihrer Arbeit im Unternehmen
  • Mehr als ein Fünftel der Pressestellen kann mit Social Media Press Releases oder Social Media Newsrooms überhaupt nichts anfangen, ein Drittel will sich demnächst mit dem Thema beschäftigen

Die Befragung wurde von der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor durchgeführt. 1.359 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen verschiedener Unternehmen haben zwischen dem 14. September und dem 5. Oktober 2009 teilgenommen.

Weitere Informationen:
PDF-Download der Ergebnisse: http://www.newsaktuell.de/pdf/prtrendmonitor102009.pdf

pnuri @ 06:00
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Verkauf des Aachener Zeitungsverlags gescheitert

Beitrag vom 22 Januar 2010

Das Fachmagazin “Werben & Verkaufen” hat berichtet, dass der Verkauf der Mehrheit des Zeitungsverlags Aachen (“Aachener Zeitung”, “Aachener Nachrichten”) an den Nachbarverlag “Rheinische Post” gescheitert ist. Nach einem ablehnenden Bescheid des Kartellamts hätten die verkaufswilligen Aachener Gesellschafter und die “Rheinische Post” ihren Antrag zurückgezogen. Dies bestätigte inzwischen ein Sprecher des Bundeskartellamts.


Quelle: Internetseite RP Online GmbH
Dem Düsseldorfer Verlagshaus “Rheinische Post” gehören bereits 24,5 Prozent des Aachener Zeitungsverlag. Die restlichen Anteile verteilen sich auf die 24 Erben der drei Zeitungsgründer

Die Bonner Wettbewerbsbehörde hatte beiden Parteien in einer sogenannten Abmahnung mitgeteilt, dass sie die Übernahme voraussichtlich ablehnen werde. Solche Nachbarschaftsfusionen von Zeitungsverlagen werden von den Bonner Kartellbeamten traditionell kritisch gesehen.

Die Aachener Zeitung hat Anfang des Jahres bekannt gegeben, dass derweil Peter Selzer zum weiteren Geschäftsführer der Zeitungsverlag Aachen GmbH (ZVA) und der Aachener Verlagsgesellschaft mbH (AVG) ernannt worden ist.

pnuri @ 06:00
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64 Marken zu “Superbrands Germany” prämiert

Beitrag vom 10 Januar 2010

Ende des vergangenen Jahres wurden im Capitol Theater Düsseldorf im Rahmen einer Gala die Superbrands Germany verliehen. Im Grußwort wies NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttergs auf den hohen Stellenwert einer erfolgreichen Markenführung hin – gerade in Zeiten der Krise.


obs/Superbrands Germany
Boris Becker wurde in Düsseldorf zur Superbrand Germany 2009 / 2010 ausgezeichnet. Er gehöre seit Jahren zu den Persönlichkeits-Marken mit Weltruf. Becker folgt auf Franz Beckenbauer, der 2007 diese Auszeichnung erhielt

Seit über 15 Jahren ehrt und zeichnet Superbrands in rund 85 Ländern die besten und stärksten nationalen und internationalen Produkt- bzw. Unternehmensmarken aus. Unabhängige Wirtschaftsfachleute nominierten in einer Vorselektion 1.300 Produkt- und Unternehmensmarken, welche dann von einer Jury weiter bewertet wurden.

Zu den Bewertungskriterien gehörten Markendominanz, Kundenbindung, Goodwill sowie Langlebigkeit und gesamte Markenakzeptanz.

Neben Boris Becker wurden 63 weitere Marken als Superbrand Germany 2009/2010 ausgezeichnet:
adidas, ALNO, Alpina, ARAL, Audi, Avery-Zweckform, Barmer, Bayern, BMW, BOSE, Brandt, Bridgestone, C&A, Capri-Sonne, Carlsberg, Chiquita, Cosmos Direkt, Deutsche Bank, Deutsche Post, DHL, eterna, Europcar, FC Bayern München, Ford, Hakle, Hamburg Mannheimer, HEXAL, HypoVereinsbank, Jaguar, JURA, Kleenex, Kneipp, Land Rover, LEGO, LEIFHEIT, LUFTHANSA, Maggi, Miele, NESPRESSO, n-tv, Olympus, Persil, playmobil, Poggenpohl, Postbank, Raffaello, real, Rocher, RTL, Sarotti, SAT.1, Schlecker, Schwarzkopf, Schweppes, tesa, Thomy, tic tac, T-Systems, TUI, VISA, Wernesgrüner und Wüstenrot.

Darüber hinaus wurde zum ersten Mal mit der Aktion Saubere Landschaft (ASL) eine Umweltinitiative und mit den SOS Kinderdörfern erstmals auch eine karitative Einrichtung gewählt.

Die Juroren waren diesmal unter anderem:
Andreas Franik – Börse Stuttgart, Martin Krapf – IP Deutschland GmbH, Josef Krieg – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Peter Limbourg – N24 / SAT.1, Frank Mahlberg – Axel Springer, Frank Meyer – n-tv, Dr. Ulf Poschardt – Brigitte Weining – ZDF, Ludger Wibbelt – Nielsen Media Research.

pnuri @ 06:30
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Demokratische Staaten verlieren bei Pressefreiheit

Beitrag vom 30 Dezember 2009

Die Vereinigung “Reporter ohne Grenzen” (ROG) weist auf eine sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten hinsichtlich der Pressefreiheit in europäischen Ländern hin. Europa stehe kurz davor, seine langjährige Vorbildfunktion verlieren zu können.


Quelle: Reporter ohne Grenzen e.V.
Demokratische Staaten wie Frankreich, Italien oder die Slowakei verlieren jedes Jahr weitere Plätze in der Rangliste zur Pressefreiheit. Dies betrachtet die Vereinigung Reporter ohne Grenzen (ROG) mit Sorge

Frankreich (43.) habe beispielsweise im Vergleich zum vergangenen Jahr acht Ränge verloren, Italien (49.) sei um fünf Plätze abgestiegen und die Slowakei (44.) sogar um 37 Plätze. Auch Bulgarien (68.) zeige einen Abwärtstrend um weitere neun Ränge als Schlusslicht der EU-Staaten. Der EU-Beitrittskandidat Türkei sei um 20 Plätze im Ranking gesunken und stehe damit auf Rang 122.

Die Gründe für das schlechte Ranking europäischer Staaten sei vielfältig, sogar vor körperlichen Angriffen seien Medienmitarbeiter in einigen europäischen Ländern nicht sicher: In Italien etwa seien mafiöse Gruppen für Gewalt gegen Medienvertreter verantwortlich. In Spanien (44., vorher 36.) bedrohe die ETA Reporter. Auch auf dem Balkan dokumentierte ROG Fälle von Gewalt gegen Journalisten: So wurde beispielsweise in Kroatien (78.) der Eigentümer und Marketing-Direktor der Wochenzeitschrift “Nacional” bei einem Bombenattentat getötet.

Deutschland stehe in diesem Jahr leicht verbessert auf Platz 18 (2008: 20): Als kritisch bewertet wurde von ROG unter anderem das im vergangenen Januar in Kraft getretene BKA-Gesetz, das dem Bundeskriminalamt die Möglichkeit der Durchführung von Online-Durchsuchungen und Überwachung der Telekommunikation einräumt. Negativ ins Gewicht fielen auch Tendenzen der Pressekonzentration, der immer noch unzureichende Zugang zu öffentlichen Informationen sowie vereinzelte Fälle von körperlichen Übergriffen auf Journalisten.

pnuri @ 15:00
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ZDFneo statt ZDFdokukanal

Beitrag vom 11 Dezember 2009

Seit Anfang November 2009 ist der neue Zielgruppenkanal “ZDFneo” am Start. Der Sender richtet sich an junge Familien und orientiert sich an den Mediennutzungsgewohnheiten der Zuschauer zwischen 25 und 49 Jahren.

ZDFneo
Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen
Das ZDF möchte mit neuen Angeboten der veränderten digitalen Medienlandschaft begegnen, charakteristisch sei laut ZDF dabei die Aufsplittung der Zuschauerschaft

Die öffentlich-rechtliche Anstalt hat zugunsten von ZDFneo den ZDFdokukanal aufgegeben, als Teil einer strategischen Neuausrichtung des ZDF, mit der der Sender die Herausforderungen der digitalen Zukunft erfolgreich meistern will. Im Programm von ZDFneo ist eine Mischung aus lebensnahen Factual Entertainment-Formaten, Servicesendungen, Dokumentationen, Musiksendungen, Spielfilmen, internationalen Serien und Comedys zu sehen – zum Teil jene, die ggf. von Privatsendern wegen eines zu geringen Zielgruppenpotenzials abgelehnt wurden.

pnuri @ 06:00
Gespeichert in: 2009