Budgets: Agenturen optimistischer als Pressestellen

Beitrag vom 2 Februar 2010

Die deutschen PR-Agenturen blicken in Bezug auf ihre Budgets deutlich optimistischer in die Zukunft als die Pressestellen in Unternehmen. Insgesamt freut sich die PR- und Kommunikationsbranche laut den Ergebnissen des PR-Trendmonitors über eine hohe Berufszufriedenheit – auch wenn mehrheitlich von Überstunden berichtet wird.


Quelle: PR-Trendmonitor, Oktober 2009
Nur 16 Prozent der Unternehmenspressestellen rechnen mit wachsenden Budgets. Dagegen erwarten 42 Prozent der PR-Agenturen eine Steigerung der Honorarumsätze gegenüber 2009

Mehr als die Hälfte aller Unternehmen rechnet damit, dass die Budgets im Jahr 2010 unverändert bleiben, ein Drittel geht sogar von Kürzungen aus. Diese würden vor allem in größeren Firmen stattfinden.

Weitere Ergebnisse:

  • Vier von zehn PR-Verantwortlichen in Unternehmen spüren eine mittelmäßige oder noch schlechtere Akzeptanz ihrer Arbeit im Unternehmen
  • Mehr als ein Fünftel der Pressestellen kann mit Social Media Press Releases oder Social Media Newsrooms überhaupt nichts anfangen, ein Drittel will sich demnächst mit dem Thema beschäftigen

Die Befragung wurde von der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor durchgeführt. 1.359 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen und Pressestellen verschiedener Unternehmen haben zwischen dem 14. September und dem 5. Oktober 2009 teilgenommen.

Weitere Informationen:
PDF-Download der Ergebnisse: http://www.newsaktuell.de/pdf/prtrendmonitor102009.pdf

pnuri @ 06:00
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Verkauf des Aachener Zeitungsverlags gescheitert

Beitrag vom 22 Januar 2010

Das Fachmagazin “Werben & Verkaufen” hat berichtet, dass der Verkauf der Mehrheit des Zeitungsverlags Aachen (“Aachener Zeitung”, “Aachener Nachrichten”) an den Nachbarverlag “Rheinische Post” gescheitert ist. Nach einem ablehnenden Bescheid des Kartellamts hätten die verkaufswilligen Aachener Gesellschafter und die “Rheinische Post” ihren Antrag zurückgezogen. Dies bestätigte inzwischen ein Sprecher des Bundeskartellamts.


Quelle: Internetseite RP Online GmbH
Dem Düsseldorfer Verlagshaus “Rheinische Post” gehören bereits 24,5 Prozent des Aachener Zeitungsverlag. Die restlichen Anteile verteilen sich auf die 24 Erben der drei Zeitungsgründer

Die Bonner Wettbewerbsbehörde hatte beiden Parteien in einer sogenannten Abmahnung mitgeteilt, dass sie die Übernahme voraussichtlich ablehnen werde. Solche Nachbarschaftsfusionen von Zeitungsverlagen werden von den Bonner Kartellbeamten traditionell kritisch gesehen.

Die Aachener Zeitung hat Anfang des Jahres bekannt gegeben, dass derweil Peter Selzer zum weiteren Geschäftsführer der Zeitungsverlag Aachen GmbH (ZVA) und der Aachener Verlagsgesellschaft mbH (AVG) ernannt worden ist.

pnuri @ 06:00
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64 Marken zu “Superbrands Germany” prämiert

Beitrag vom 10 Januar 2010

Ende des vergangenen Jahres wurden im Capitol Theater Düsseldorf im Rahmen einer Gala die Superbrands Germany verliehen. Im Grußwort wies NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttergs auf den hohen Stellenwert einer erfolgreichen Markenführung hin – gerade in Zeiten der Krise.


obs/Superbrands Germany
Boris Becker wurde in Düsseldorf zur Superbrand Germany 2009 / 2010 ausgezeichnet. Er gehöre seit Jahren zu den Persönlichkeits-Marken mit Weltruf. Becker folgt auf Franz Beckenbauer, der 2007 diese Auszeichnung erhielt

Seit über 15 Jahren ehrt und zeichnet Superbrands in rund 85 Ländern die besten und stärksten nationalen und internationalen Produkt- bzw. Unternehmensmarken aus. Unabhängige Wirtschaftsfachleute nominierten in einer Vorselektion 1.300 Produkt- und Unternehmensmarken, welche dann von einer Jury weiter bewertet wurden.

Zu den Bewertungskriterien gehörten Markendominanz, Kundenbindung, Goodwill sowie Langlebigkeit und gesamte Markenakzeptanz.

Neben Boris Becker wurden 63 weitere Marken als Superbrand Germany 2009/2010 ausgezeichnet:
adidas, ALNO, Alpina, ARAL, Audi, Avery-Zweckform, Barmer, Bayern, BMW, BOSE, Brandt, Bridgestone, C&A, Capri-Sonne, Carlsberg, Chiquita, Cosmos Direkt, Deutsche Bank, Deutsche Post, DHL, eterna, Europcar, FC Bayern München, Ford, Hakle, Hamburg Mannheimer, HEXAL, HypoVereinsbank, Jaguar, JURA, Kleenex, Kneipp, Land Rover, LEGO, LEIFHEIT, LUFTHANSA, Maggi, Miele, NESPRESSO, n-tv, Olympus, Persil, playmobil, Poggenpohl, Postbank, Raffaello, real, Rocher, RTL, Sarotti, SAT.1, Schlecker, Schwarzkopf, Schweppes, tesa, Thomy, tic tac, T-Systems, TUI, VISA, Wernesgrüner und Wüstenrot.

Darüber hinaus wurde zum ersten Mal mit der Aktion Saubere Landschaft (ASL) eine Umweltinitiative und mit den SOS Kinderdörfern erstmals auch eine karitative Einrichtung gewählt.

Die Juroren waren diesmal unter anderem:
Andreas Franik – Börse Stuttgart, Martin Krapf – IP Deutschland GmbH, Josef Krieg – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Peter Limbourg – N24 / SAT.1, Frank Mahlberg – Axel Springer, Frank Meyer – n-tv, Dr. Ulf Poschardt – Brigitte Weining – ZDF, Ludger Wibbelt – Nielsen Media Research.

pnuri @ 06:30
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Demokratische Staaten verlieren bei Pressefreiheit

Beitrag vom 30 Dezember 2009

Die Vereinigung “Reporter ohne Grenzen” (ROG) weist auf eine sukzessive Verschlechterung der Situation von Medien und Journalisten hinsichtlich der Pressefreiheit in europäischen Ländern hin. Europa stehe kurz davor, seine langjährige Vorbildfunktion verlieren zu können.


Quelle: Reporter ohne Grenzen e.V.
Demokratische Staaten wie Frankreich, Italien oder die Slowakei verlieren jedes Jahr weitere Plätze in der Rangliste zur Pressefreiheit. Dies betrachtet die Vereinigung Reporter ohne Grenzen (ROG) mit Sorge

Frankreich (43.) habe beispielsweise im Vergleich zum vergangenen Jahr acht Ränge verloren, Italien (49.) sei um fünf Plätze abgestiegen und die Slowakei (44.) sogar um 37 Plätze. Auch Bulgarien (68.) zeige einen Abwärtstrend um weitere neun Ränge als Schlusslicht der EU-Staaten. Der EU-Beitrittskandidat Türkei sei um 20 Plätze im Ranking gesunken und stehe damit auf Rang 122.

Die Gründe für das schlechte Ranking europäischer Staaten sei vielfältig, sogar vor körperlichen Angriffen seien Medienmitarbeiter in einigen europäischen Ländern nicht sicher: In Italien etwa seien mafiöse Gruppen für Gewalt gegen Medienvertreter verantwortlich. In Spanien (44., vorher 36.) bedrohe die ETA Reporter. Auch auf dem Balkan dokumentierte ROG Fälle von Gewalt gegen Journalisten: So wurde beispielsweise in Kroatien (78.) der Eigentümer und Marketing-Direktor der Wochenzeitschrift “Nacional” bei einem Bombenattentat getötet.

Deutschland stehe in diesem Jahr leicht verbessert auf Platz 18 (2008: 20): Als kritisch bewertet wurde von ROG unter anderem das im vergangenen Januar in Kraft getretene BKA-Gesetz, das dem Bundeskriminalamt die Möglichkeit der Durchführung von Online-Durchsuchungen und Überwachung der Telekommunikation einräumt. Negativ ins Gewicht fielen auch Tendenzen der Pressekonzentration, der immer noch unzureichende Zugang zu öffentlichen Informationen sowie vereinzelte Fälle von körperlichen Übergriffen auf Journalisten.

pnuri @ 15:00
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ZDFneo statt ZDFdokukanal

Beitrag vom 11 Dezember 2009

Seit Anfang November 2009 ist der neue Zielgruppenkanal “ZDFneo” am Start. Der Sender richtet sich an junge Familien und orientiert sich an den Mediennutzungsgewohnheiten der Zuschauer zwischen 25 und 49 Jahren.

ZDFneo
Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen
Das ZDF möchte mit neuen Angeboten der veränderten digitalen Medienlandschaft begegnen, charakteristisch sei laut ZDF dabei die Aufsplittung der Zuschauerschaft

Die öffentlich-rechtliche Anstalt hat zugunsten von ZDFneo den ZDFdokukanal aufgegeben, als Teil einer strategischen Neuausrichtung des ZDF, mit der der Sender die Herausforderungen der digitalen Zukunft erfolgreich meistern will. Im Programm von ZDFneo ist eine Mischung aus lebensnahen Factual Entertainment-Formaten, Servicesendungen, Dokumentationen, Musiksendungen, Spielfilmen, internationalen Serien und Comedys zu sehen – zum Teil jene, die ggf. von Privatsendern wegen eines zu geringen Zielgruppenpotenzials abgelehnt wurden.

pnuri @ 06:00
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TV: Kooperationen schaffen neue Erlösquellen

Beitrag vom 1 Dezember 2009

Die Medienindustrie steckt in einem Strukturwandel und die globale Wirtschaftskrise wirft ihre Schatten voraus: Der deutsche TV-Nettowerbemarkt wird wohl im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 10 Prozent auf rund 3,7 Mrd. Euro sinken. Die Gelder werden inzwischen nämlich auch woanders ausgegeben, vor allem im “Ecosystem TV & Breitband”, der laut der internationalen Strategieberatung “Booz & Company” rund 24 Mrd. EUR umfasst.

Kamera
Quelle: Schnappschuss/Pixelio
Die Ergebnisse zur wirtschaftlichen Lage des Medienmarkts stammen aus der aktuellen Untersuchung “TV-Ecosystem 2010+” von Booz & Company

Die Umsätze der klassischen Sender wie ARD, ZDF, RTL und Sky liegen aktuell deutlich unter dem Volumen von Breitbandzugang (über TV-Kabel und DSL) und Internet-Werbung. Trotzdem ist die Verbreitung neuer Dienste wie Digital-TV, IP-TV oder mobile Video-Nutzung im internationalen Vergleich weit abgeschlagen. Neue Wachstumsdynamik könnten Anbieter aber mit Zusammenschlüssen und branchen-, bzw. sektorübergreifenden Kooperationen freisetzen.

Die mageren Umsätze in der TV-Industrie führten sowohl bei Infrastruktur- als auch bei Inhalteanbietern zu einem drastischen Konsolidierungsdruck. Gleichzeitig sei aufgrund der angespannten Finanzierungs- und Cashflow-Lage die M&A-Aktivität im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Im europäischen Mediensektor ist der Gesamtwert der Transaktionen um 66 Prozent von 50 Mrd. Euro in 2007 auf 17 Mrd. Euro in 2008 zurückgegangen. Der Effizienz- und Diversifizierungsdruck sowie die Notwendigkeit von Skaleneffekten würden jedoch die M&A-Aktivitäten in den nächsten Jahren wieder deutlich ankurbeln.

pnuri @ 06:00
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KI.KA mit Reality-Doku für Kinder

Beitrag vom 22 November 2009

Reality-Doku-Formate wie “Frauentausch” & Co. waren bisher auf die erwachsene Zielgruppe begrenzt. Doch nicht etwa ein Privatsender hat solche Sendungen nun auf eine junge Zielgruppe getrimmt – diese Aufgabe übernimmt der öffentlich-rechtliche Kinderkanal KI.KA mit der neuen 20-teiligen Doku-Serie ” Die Jungs-WG: ein Monat ohne Eltern”.

JungsWG
Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen (Screenshot)
Begleitet wird die KI.KA-Reihe über das ZDF Internetportal, wo unter anderem Bilder sowie selbstgedrehte Videos zu sehen sind

In “Die Jungs-WG: ein Monat ohne Eltern” werden fünf Jungen, die während der Ferien gemeinsam in eine Wohngemeinschaft ziehen, bei ihrem Abenteuer “Erwachsenwerden” begleitet.

Die fünf Kinder lernen dabei laut ZDF nicht nur die neugewonnenen Freiheiten, sondern auch die Verantwortung des WG-Alltages kennen: Wer kauft ein? Was gibt es zu essen? Wer putzt die Wohnung? Konfliktmanagement, Erleben der eigenen Grenzen und Haushalt führen – die neue Doku-Serie zeige, was in den Jungen steckt, wie viel Power sie haben, wie sie sich miteinander auseinandersetzen und worüber sie sich Gedanken machen.

Weitere Informationen:
http://www.tivi.de/fernsehen/jungswg/start/index.html

pnuri @ 12:45
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Regeln für Telefongewinnspiele zu streng

Beitrag vom 31 Oktober 2009

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat wesentliche Bestimmungen der Gewinnspielsatzung der Landesmedienanstalten für unwirksam erklärt. Die Satzung war wegen der massiven Kritik an den Telefon-Shows einiger Fernsehsender eingeführt worden. Nach der Auffassung des Gerichts sei diese jedoch in einigen Punkten nicht von der Ermächtigungsgrundlage im Rundfunkstaatsvertrag gedeckt.

9Live
Quelle: www.9live.de (Screenshot)
Das Normenkontrollverfahren führte 9live gegen die Bayerische Landesmedienanstalt durch

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT) begrüßte in einer Pressemitteilung die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes. Wesentliche Bestimmungen seien für unwirksam erklärt wurden, dazu gehören:

* Festlegung auf einen Zeitraum von höchstens 30 Minuten für das Durchstellen eines Anrufers
* Festlegung auf eine Höchstdauer der Gewinnspielsendung von 3 Stunden
* Schutz der Zuschauer vor einer wiederholten Teilnahme an Gewinnspielen
* Verschiedene Protokollierungs- und Nachweispflichten des Gewinnspielanbieters

Für beide Beteiligten ist für das Urteil Revision beim Bundesverwaltungsgericht zugelassen.

pnuri @ 18:00
Gespeichert in: 2009